Eine Geschichte darstellen
Anhand eines Erzählbeispiels erkläre ich, wie ich die Figuren im Unterricht einsetze. Die Geschichte handelt von Jesus, der die Kinder gegen den Willen der Jünger segnet. Jedes Kind wird dabei in die Geschichte eingebunden und bekommt am Ende einen eigenen Segensspruch.

Das ist Jesus.

Er ist mit seinen Jüngern unterwegs - wie so oft. (...)

Eltern bringen ihre Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegt und sie segnet.

Die Jünger aber weisen die Leute schroff ab. "Halt! Stopp! Ihr dürft nicht zu Jesus!"
Eine Landschaft oder ein Weg wird gestaltet. Das macht die Schüler neugierig und aufmerksam. Die Figuren werden einzeln bzw. in Gruppen vorgestellt.
Die Jünger werden gezeigt und können dann von Schülern dazugestellt werden. Außerdem kann hier auf bereits bekannte Erzählungen verwiesen werden.
Die Mütter, der Vater und die Kinder werden benannt. Die Schüler stellen die einzelnen Figuren dazu. Hier können viele Schüler beteiligt werden - sie brauchen nicht zu reden.
Die Jünger werden in eine ablehnende Haltung gebracht. Vielleicht haben die Schüler ja eine Idee, wie das aussehen kann.

Als Jesus das sieht, wird er unwillig und sagt zu ihnen: "Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.

Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen."

Und er nimmt die Kinder in seine Arme und segnet sie.

"Michael, ich segne dich im Namen Gottes. Das bedeutet, dass Gott es gut mit dir meint."
"Werden wie die Kinder": es bedeutet, sich klein, niedrig, gering machen, sich für unbedeutend halten. Die Sicht des Kindes, die hier zu Tage tritt, ist von der uns heute geläufigen völlig verschieden. Das Kind wird nicht aus sich selbst, sondern vom Erwachsenen her definiert. Im Vergleich zu ihm ist es defizitär, befindet sich auf einer niedrigeren Stufe.
Und: Einem Kind bleibt in der damaligen Gesellschaft gar nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren. Sich eine solche Haltung zu eigen zu machen ist die eigentliche Aufgabe der wahren Schüler/-innen Christi. (aus: Lernimpulse: Jesus Christus begegnen, S.8)
Die Schüler nehmen sich - soweit vorhanden - ein Kind und stellen sich damit bei Jesus an. Es empfiehlt sich, dass Jesus in der Hand des Lehrers/der Lehrerin bleibt.
"Jesus" kann nun jedes Kind nach seinem Namen fragen (meist nehmen die Schüler ihren eigenen, aber auch andere sind erlaubt) und er spricht einen kleinen Segen.

"Anna, Gott hat dich besonders gern." (o.ä.)
Manchmal gelingt es, für jeden Schüler einen eigenen Segensspruch zu finden. Aber wenn die Gruppe zu groß ist, können sich die Sprüche wiederholen.
